Sie sehen und lesen richtig. Die kleine ostkirchliche St. Georgskapelle im Pfarrhaus ist nicht nur ein exotischer und interkultureller Farbtupfer im Leben Heroldsbergs. Die Kapelle ist ein Versuch, im ökumenischen Miteinander der Kirchen unserer Tage die östlichen katholischen und orthodoxen Gemeinschaften nicht zu vergessen.
Seit 1986 ist Pfarrer Pape von der Erzdiözese Bamberg beauftragt, in Heroldsberg Gottesdienste im byzantinischen Ritus zu feiern. Auf Einladung geschieht dies auch in anderen Gemeinden. Dabei können Christen des Westens in die Formen östlicher Frömmigkeit eingeführt werden und sich vor allem von der “Göttlichen Liturgie” spirituell anregen lassen.
Die Kirchen werden voneinander lernen und einander in ihren Lebens- und Glaubensvollzügen besser verstehen und gelten lassen: So können Christen Schritt für Schritt der von Christus erbetenen Einheit in “versöhnter Verschiedenheit” näher kommen.
Eingeweiht wurde die Kapelle am 23. April 1986. Erster Patron ist der Großmartyrer St. Georgios. Die Zweitpatrone sind die Slawen-Erleuchter und Patrone Europas, Kyrill und Method.
Die byzantinische Liturgie wird jeden ersten Sonntag im Monat um 18 Uhr gefeiert. Besichtigungen und Führungen sind nach Voranmeldung im Pfarrhaus möglich.
Priester: Wilhelm Pape