Historische Akten über ihr Leben sind nicht vorhanden. Sie lebte in der Zeit der Verfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian in Antiochien, im Herzen der heutigen Türkei. Ihr Todesjahr wird mit 307 angegeben. Am 20. Juli feiert die Kirche ihr Fest.
Die Legende erzählt von ihr als Tochter eines heidnischen Priesters, die jedoch heimlich von ihrer Amme und Pflegemutter im christlichen Glauben erzogen wurde. Als Erwachsene bekannte sie sich zu ihrem Glauben, worauf sie der Vater verstieß.
Ein römischer Präfekt verliebte sich in die schöne Margaretha, wollte sie zur Frau und versuchte, sie vom christlichen Glauben abzubringen. Als ihm dies nicht gelang, wurde aus Liebe Hass und aus dem Verehrer ihr Peiniger. Er versuchte, ihr mit Foltern die Schönheit zu rauben, doch diese wurde ihr in der Nacht von Gott zurückgegeben, und sie war anderntags noch schöner als zuvor.
In einer der Kerkernächte hatte sie auch ihre Begegnung mit dem Drachen, dem Urbild aller menschlich-teuflischen Bosheit. Aber auch ihre eigene Angst, ihr Schmerz und ihre Schwäche erschienen ihr in dieser bedrohlichen Gestalt und wollten sie überwältigen. Mit letzter Kraft machte sie das Kreuzzeichen über das Ungetier, “packte es und warf es mutig zur Erde nieder”.
Im Gegensatz zum Heiligen Georg, der den Drachen mit dem Schwert erschlägt, gelingt es Margaretha, den Drachen zu zähmen.
So geht “Frau” mit den Dunkelmächten unseres Lebens um. Oft wird Margaretha deshalb mit einem Drachen an der Kette und Kreuzstab dargestellt.
Margaretha blieb bei ihrer Überzeugung. Sie ging in den Tod und wurde für viele zum christlichen Vorbild im Umgang mit Unterdrückung.